Effekte

Zu den Effekten zählen generell alle "Spezial-Effekte", die zu-sätzlich zu einer Charakter-Animation generiert werden. In meinem Fall möchte ich darunter die Lichtreflexionen in den Fenstern siehe "LICHT"), den Qualm beim Ausatmen (Video 1 erster Test, Video 2 finaler Test) und die aufgedrückten Boden-platten (Video 3 finaler Test) zählen. Dies sind alles Dinge, die im Nachhinein noch eingefügt wurden, um den realen Eindruck zu komplettieren. Ursprünglich sollte noch die sog. "secondary motion" hinzukommen. Das sind Bewegungen, die DURCH eine bestimmte Bewegung entstehen. Der Saurier ist schwer und massig, wenn er sich bewegt, sollten weiche Teile seines Körpers nachschwingen, wie beispielsweise Teile des Halses (Video 4). Allerdings kann man diese Bewegungen, nach ent-sprechender Einstellung berechnen lassen. Diese Zusätzliche Berechnung hätte aber die endgültige Renderzeit unverhält-nismäßig in die Höhe getrieben, weshalb sie fallen gelassen wurde.

Nachbearbeitung

Nach den Effekten und endgültigen Renderings kam natürlich noch die Postproduktion hinzu, welche im Normalfall u.a. den Feinschliff bei der Einbindung eines Charakters an ein bestimm-tes Filmmaterial umfasst. Weil ich aber viele entscheidende Be-reiche erst später wirklich verstanden und gelernt habe, hatte ich diesen Feinschliff schon größtenteils im 3D-Programm vorge-nommen, was natürlich manchmal etwas umständlich war. Wichtig wäre es z.B. gewesen diverse Ebenen heraus zu berech-nen. Es ist u.a. möglich die Schatten, die Glanzlichter, reine Farbe etc. extra zu berechnen, welche dann später wieder über-einandergelegt werden können. Auf diese Weise hat man volle Kontrolle über alle Ebenen und Einstellungen, ohne, dass man das ganze nocheinmal berechnen muß.
Ein weiterer Teil der Nachbearbeitung war das sog. Rotosco-ping. Im Prinzip werden dabei lediglich die die Punkte, die zur Kameraanpssung im Realvideo verwendet wurden (Abb. 1), he-rausretuschiert. Das Problem ist natürlich, dass diese sich bewe-gen und nicht immer die gleiche Färbung haben. Ähnlich wie bei den Verfolgern, die zur Kameraanpassung verwendet wur-den, kommen nun Verfolger zum Einsatz, die dafür sorgen, dass die Retusche auf diesem hellen Punkt bleibt. Zusätlich kann man dann noch Farbänderungen animieren, um die retuschier-ten Punkte an das sich stetig veränderte Videobild an zu passen.
Schließlich kamen dann noch Soundschnipsel und Vor-/ Ab-spann in einem Videoschnitt-Programm hinzu. Der Sound be-steht teilweise aus den Hintergrundgeräuschen des Realvideos, selbst aufgenommenen Sound und (zugegebenermaßen) aus kurzen Aufnahmen aus Jurassic Park.


Eine kleine Zusammenfassung:

POLYGONE: ca. 116000
TEXTUREN: 36 Einzelbilder plus interne, prozedurale Texturen
KNOCHEN: 61
KONTROLLEN: 17+6
EINZELNE DATEIEN: unzählbar (2000, 3000...)
BEARBEITUNGSZEIT: effektiv ca. 4 Monate
RENDERZEIT, GESAMT: mit 3 PC´s (AMD 1800+) ca. 3 TAGE!!
RENDERZEIT, EINZELBILD: bis ca. 20min
EINZELBILDER: ca. 1300

 

 
       
     
Video 1
 
 

Video 2

 
 
Video 3
 
 
Video 4
 
Abb. 1